CODING– Arbeitsgedächnis: Räumliches Kodieren

D. Schellig, U. Schuri, W. Sturm © SCHUHFRIED GmbH

CODING ist ein Programm zum Trainieren der Monitoringprozesse und des räumliches Kodierens im visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnis.

Szene und Aufgabe

Der Klient beobachtet mehrere Fahrzeuge, die auf eine Brücke auffahren (Einprägephase). Während der Fahrt über die Brücke verschwinden die Fahrzeuge aus dem Blickfeld des Klienten (Behaltensphase). Wenn sie am Ende der Brücke wieder auftauchen, kann es vorkommen, dass eines der Fahrzeuge seinen Platz in der räumlichen Anordnung verändert hat. Dies gilt es zu erkennen (Abfragephase), d.h. die neue Anordnung der Fahrzeuge bei der Abfahrt von der Brücke ist mit der gespeicherten von der Auffahrt zu vergleichen und nach Veränderungen zu durchsuchen.

Theorie

Monitoring sowie räumliches Kodieren sind Basismechanismen des Arbeitsgedächtnisses. Sie dienen der (metakognitiven) Kontrolle und Koordination kognitiver Prozesse und bilden die Basis für komplexere kognitive Verarbeitungen. Monitoring im Arbeitsgedächtnis bedeutet das kontrollierte Überwachen von Speicherprozessen und gespeicherten Repräsentationen. Speichern im räumlichen Arbeitsgedächtnis erfordert das Kodieren von ankommenden Informationen nach ihren räumlichen Aspekten: gespeichert wird der Ort, an dem die Stimuli wahrgenommen werden bzw. ihre räumliche Anordnung. Das räumliche Kodieren verknüpft die einzelnen Inhalte zu Repräsentationen (binding), gibt ihnen eine Struktur. Es gibt keine „reine“ Repräsentation eines visuell wahrgenommenen Stimulus, jeder hat immer auch einen räumlichen „Code“.

Exemplarisch: Die Informationen, die man im Autorückspiegel sieht, werden in das gespeicherte Bild vom Verkehrsumfeld eingearbeitet. Komplexere Beispiele: Bauanleitungen oder Schaltpläne umsetzen, „Mind Maps“ aufbauen, an einem Computerprogramm mit mehreren geöffneten Fenstern arbeiten.

Schwierigkeitsstruktur

Jede der beiden Trainingsformen umfasst 18 Schwierigkeitsstufen. Die Anforderung steigt durch Verkürzung der maximal zulässigen Reaktionszeit. Während der Klient in der ersten Stufe noch 1,8 Sekunden Zeit hat, auf ein Hindernis zu reagieren, bleiben ihm in der höchsten Stufe nur mehr 0,3 Sekunden zwischen dem plötzlichen Auftauchen eines Hindernisses und der Notbremsung.
In der ersten Sitzung wird der Klient entsprechend der Geschwindigkeit seiner ersten Reaktionen in eine leistungsadäquate Schwierigkeitsstufe eingestuft. Somit wird garantiert, dass sich das Trainingsprogramm bereits zu Beginn des Trainings optimal an die Leistungsfähigkeit des Klienten anpasst und es zu keiner Unter- bzw. Überforderung kommt.

Hauptanwendungsgebiete

  • NEURO

Dimension

  • Gedächnis

Fähigkeit erfassen im WTS

Sprachen

  • Arabisch
  • Chinesisch (Kurzzeichen)
  • Chinesisch (Langzeichen)
  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Italienisch
  • Niederländisch
  • Polnisch
  • Portugiesisch (Brasilien)
  • Portugiesisch
  • Russisch
  • Slowakisch
  • Spanisch
  • Tschechisch
  • Türkisch
  • Ungarisch

Altersempfehlung

  • ab 7 Jahre